| 033 | Vertrauen |
Nichts macht mehr Angst und alles gelingt, wenn ich mich ohne Sorge vor dem Nichtgelingen, dem Leben stelle.
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| 034 | Gelborangegrün |
Leuchten der Sonne Eingefangen Und zur Erde gesandt Um uns zu zeigen dass die Pracht der Natur Ein Geschenk an uns alle ist Zum Greifen nah Und samtig weich Du kannst dich nicht verbrennen
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| 035 | Himmelblaue Augen |
Lasst mir doch mein Grau Jenes vertraute, einzig verlässliche Grau Während ich mit nur einem Auge blinzle Und ungläubig erstes Frühlingsblau erahne Fühle ich keine Freude Ich gehe Um trotzig das Fenster zu schließen Und stolpere über meine schweren Winterstiefel Ich falle Stehe auf Und sehe im Spiegel Meine rot gescheuerte Nase Ungläubig entdecke ich Ein lang vergessenes Blau Ein himmelblaues Augenpaar Schaut mich an Ganz heimlich Haben die Strahlen der Sonne Auch meine Seele berührt.
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| 036 | Alibi |
Wenn ich könnte wie ich wollte Würde ich mir selber helfen Aber weil ich dies so schwierig finde Habe ich begonnen Mich anderen zu widmen Ich suche mir die aus Die traurig aussehen oder einsam Und höre ihnen einfach zu Wenn mein Gegenüber wieder lächelt Oder von der Zukunft spricht Kann ich gehen Und mir jemanden suchen Der mich in diesem Augenblick mehr braucht Dann bin ich glücklich Denn ganz nebenbei Habe ich mir auch selbst geholfen
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| 037 | Hoffnungsschimmer |
Während ich den langen, steinigen Weg gehe, ahne ich, dass vorn, hinter der Biegung, etwas ganz Wundervolles auf mich wartet.
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| Ich springe |
und spreche mit Pathos meine einstudierten Sätze. Sie gehen mir nur schwer über die Lippen, denn das, was ich hier vortrage, sind nur schöne Worte, aber sie haben nichts mit mir zu tun. Es wird still, der Funke sprang unbemerkt über. Kein Freund vieler Worte schaue ich in eure Augen und sehe, dass ihr mich verstanden habt. Für Momente haben sich unsere Seelen berührt und das, treibt nicht nur mir, Freudentränen in die Augen.
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| 040 | Herz aus Stein |
In einer Welt voller steinerner Herzen braucht man Mut um einem Lächeln zu vertrauen, denn oft versteckt sich die Kälte hinter dem leuchtenden Antlitz des strahlenden Engels.
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| 0041 | Schnee |
Dicke, weiße Flocken schweben lautlos vom Himmel und hüllen die Welt in eine weiche Decke der Erneuerung. Während sich die Schleier langsam verflüchtigen, hat das neue Leben längst begonnen
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| 43 | Alles wird gut! |
Während leutselig über alle Medien verkündet wird, dass jeder alles erreichen kann, wenn er nur fleißig und pünktlich funktioniert, müssen Mütter in großen Teilen der Welt ihre an Hunger und Krankheit verstorbenen Babys begraben. Ohne Tränen des Abschieds, denn Tränen kosten zu viel Kraft. Wenn man sie zu trösten versucht und Ihnen verspricht, dass alles gut wird, was könnte es für sie bedeuten? dass ihr eigener Tod nicht schmerzhaft ist, oder dass alle in den Himmel kommen, und dass die, die am meisten leiden, die am meisten von Gott Geliebten sind? Was bedeutet alles wird gut? Das Haus im Grünen, das Luxusgefährt, die anspruchsvolle Kindfrau, die Tränen vergießt, wenn das Trostpflaster für eine Enttäuschung nur fünf Karat hat oder noch schrecklicher, ihr ein Fingernagel abbricht? Was bedeutet alles wird gut für den Todkranken, der sich an jedes bisschen Hoffnung klammert, welches man ihm anbietet, oder etwa die Versicherung, dass alles gut wird? Während dieser Satz leichtfertig ausgesprochen und gleich wieder vergessen, die einen hoffen lässt, fühlen die anderen ihn eher wie eine vorsätzliche Körperverletzung. Lasst uns feiern. Hoch die Tassen. Alles wird gut, aber passen Sie in der Zwischenzeit gut auf sich auf.
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| 044 | Alles hat seine Zeit |
In den Tagen, in denen sich der Sommer Schritt für Schritt verabschiedet, denken wir oft an den Frühling zurück. Den unbeständigen, rastlosen und verheißungsvollen Frühling, mit all seinen Hoffnungen und unbestimmten Sehnsüchten. Seinen Experimenten und den ersten, blauen Flecken, auf unseren verletzlichen Seelen. Die zarten Farben des Erwachens. Das helle Grün der Hoffnung, das fast durchscheinende Gelb der Sonne und ach, wie gerne, an das Rosarot der ersten zarten Liebe. Wenn wir uns dann fragen, ob wir unseren Frühling noch einmal erleben möchten, denken die meisten von uns, es war spannend und aufregend, aber alles hat seine Zeit. Es ist auch schön sich zu erinnern, mit der Gnade des Vergessens. Von vielen Träumen haben wir uns verabschiedet, viele Menschen begleiteten uns ein Stück unseres Weges und verloren sich dann im Laufe der Zeit. An die, die wichtig waren, werden wir noch denken, wenn wir einmal alt und grau geworden sind, und hoffentlich auch ein wenig weise. An all die Gesichter der anderen, können wir uns jetzt schon kaum noch erinnern. Um Einzelne ist es schade und leise Wehmut beschleicht uns, vermischt mit dem Wissen um die Vergänglichkeit unseres Daseins. Wenn wir uns dann den besten Jahren unseres Lebens zuwenden wissen wir, dass der Sommer mit seinen kräftigen glühenden Farben, dem satten Gelb, dem strahlenden Orange und seinem leuchtenden Bunt alles bis dahin Gewesene verblassen lässt. Was ist schöner als das Auskosten des Lebens mit all seinen Facetten, wenn man auf Erlebtes, Gelittenes, Erstrittenes und Erträumtes zurückschauen kann, auch wenn die Blüte an den Rändern langsam braun wird? Nie haben wir intensiver gefühlt, geliebt und genossen. Unmerklich hat sich der Herbst eingeschlichen, mit seinen warmen Tönen, seiner langsamen Verlässlichkeit, seiner Ruhe und dieser unerschütterlichen Toleranz und Lebensfreunde. Zum ersten mal in unserem Leben haben wir keine Angst vor der Zukunft, denn endlich wissen wir, wer wir sind. Wenn wir an die Zukunft denken, empfinden wir Freude ohne Stachel, denken an das reine Weiß des Schnees und sehen da oder dort kleine, bunte Krokusse blitzen.
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